

"Als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt intonierten Tanja Becker-Bender/Violine und Oliver Kern/Klavier am Beginn ihres Duo-Abends im Brahms-Saal des Musikvereins die 2. Violinsonate von Friedrich Cerha und lieferten schon damit ein Meisterstück überlegt-überlegenen, gleichwohl intensivst erlebten Musizierens."
"Mit erstaunlicher musikalischer Reife - gepaart mit höchster Sensibilität wurden dann zwei Hauptwerke der Klavier-Violinliteratur präsentiert. Dabei erwies sich nach Schumanns fantasievoll-kühner Sonate op.121 auch Wolfgangs Rihms herb-konturierte "Zeichnung für Violine und Klavier, antlitz" als überzeugend - auch als Kontrast zur fulminant-strahlenden Kreutzer-Sonate Beethovens als abschließender Höhepunkt. Zwei (aus dem Raum Stuttgart kommende) international bereits sehr erfolgreiche junge Musiker, die auch in Wien nachdrücklich auf sich aufmerksam machen konnten."
(Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ), 1-2/2005, Prof. Dr. Marion Diederichs-Lafite (Herausgeberin))

 Tanja Becker-Bender im Brahms-Saal des Musikverein in Wien nach dem Sonatenabend zusammen mit dem Pianisten Oliver Kern am 31. Oktober 2004
"Hingebungsvoll" (Überschrift)
" ... Voller Leidenschaft und hingebungsvoll packte sie Schumanns heikles Opus 121 an. Vor allem der spritzige zweite Satz und die wechselnden Stimmungen im dritten Satz schienen ihr mühelos aus den Fingern zu fließen. Ebenso stilsicher agierte sie, mit Oliver Kern am Klavier, in Friedrich Cerhas früher zweiter Violinsonate: Mit virtuoser Geläufigkeit brachte sie die an Strawinsky erinnernde Motorik zum Klingen. Wie sehr sie sich zeitgenössische Musik zu Eigen gemacht hat, zeigte sie in Wolfgang Rihms "antlitz. zeichnung für violine und klavier". Langsam und konturenreich fügte sie markante Motive und changierende Klänge zum reich schattierten Gemälde."
(Die Presse, Wien, pch, 03.11.2004, zum Duo-Abend im Brahms-Saal des Musikverein in Wien)
"Schwestern in der Kunst" (Überschrift)
"Unanfechtbare Sicherheit, die Verbindung von äußerlicher Distanziertheit und innerlicher Glut verschmolzen mit ihrer makellosen, dem bedingungslosen Anspruch an sich selbst entrungenen Technik zu faszinierender wie intensiver Aussagekraft; ein betörend strahlendes Timbre, schwerelose Substanz, atmende Natürlichkeit und ausgezeichnete Stilkenntnis verlebendigten Bachs Sonate für Violine solo C-Dur BWV 1005 - fesselnd und wahrhaft konzentriert. Fulminant und durchsichtig bei bewegter Struktur, erreichten gerade Adagio und Largo sprechende Innigkeit."
"Auch Mozarts Duo für Violine und Viola in B-Dur KV 424 [mit Ariane Becker-Bender, Viola] gelang äußerst farben- und facettenreich, galant virtuos - und bei interpretatorisch motivierter Phrasierungskunst - mit großem Verständnis für das Mozartsche Idiom."
(Augsburger Allgemeine, (skn), 25.10.2004, zum Duo-Abend der Schwestern Tanja Becker-Bender (Violine) und Ariane Becker-Bender (Viola) in der Reihe "Ecclesia Concertante" - Internationale Kammermusik in St. Peter am Perlach, Augsburg)
"Jung, brillant, risikofreudig" (Einleitungstitel)
"Ludwig van Beethovens bekannte "Kreutzer-Sonate" ist für jedes Duo eine Herausforderung. Virtuos, ungewöhnlich extrem in der musikalischen Anlage, bewiesen die beiden Musiker auch hier ihre Kompetenz. Im schönen Andante-Variationssatz ließen sie sich vom melodischen Glanz leiten, in den Ecksätzen, vor allem im Prestissimo-Finale, jagten sie mit geradezu beängstigender Rasanz dahin, dem "konzertanten" Charakter dieser Sonate mutig auf der Spur."
(Westfälische Rundschau, (ME), 02.10.2004, zum Duo-Abend zusammen mit dem Pianisten Oliver Kern beim Internationalen Festival "The Next Generation" im Harenberg City-Center Dortmund)
"Himmlisches Adagio" (Überschrift)
"Diese junge, bereits äußerst erfolgreiche Geigerin bezauberte mit tiefem Ernst und Zartheit des Ausdrucks, beeindruckte aber auch mit energischem Zugriff und Temperament. Emotionaler Höhepunkt nicht nur dieses Konzerts, sondern wohl des ganzen Abends: das Adagio, ein echt Mozartsches Melodienwunder.
Becker-Bender ließ das Thema mit gerade so viel "espressivo", gemischt mit einem winzigen Rest von Sprödigkeit, in die Höhe des Saales schweben, daß an Süßlichkeit nicht zu denken war. - Begeisterte Applaus und Zugaben."
(Augsburger Allgemeine, (cla), 25.09.2004, über ihre Aufführung des Violinkonzerts G-Dur von W. A. Mozart mit der Bayerischen Kammerphilharmonie im Goldenen Saal des Alten Rathauses von Augsburg am 22.09.2004 unter der Leitung von Roland Kluttig)
"Mit Leichtigkeit und einer perfekten Eleganz spielte sie Ravels Violinsonate ebenso wie die drei rhythmisch scharf gepfefferten Stücke von John Adams, deren Titel "Road Movies" dem Abend das Motto gegeben hatten."
(Göttinger Tageblatt, Michael Schäfer, 13.09.2004, zum Duo-Abend zusammen mit dem Pianisten Oliver Kern beim Festival "Experiment Geschwindigkeit" in der Göttinger Lokhalle)
"Con belleza y encanto" (Titelüberschrift) ("Mit Schönheit und Zauber")
(La Nación, Buenos Aires, 11.06.2004, über ihr Recital im Teatro Gran Rex in Buenos Aires)
"Sie sah aus wie eine Uma Thurman der Violine, die großgewachsene und auffallend gut aussehende Becker-Bender. Im Violinkonzert von Sibelius entfaltete sie eine höchst einzigartige Kunstfertigkeit."
(The San Diego Union-Tribune, USA, 23. Mai 2004)
"Becker-Bender spielte den Eingangssatz mit enormer Energie und mit großer Gestaltungskraft, wobei sie die angsteinflößenden technischen Herausforderungen dieses Satzes mit absoluter Beherrschung parierte.
Sie fing die subtile Schönheit des zweiten Satzes ein ohne sie mit einem Überschwang an Vibrato sentimental zu überzeichnen wie das oft bei weniger qualifizierten Geigern üblich ist. Den dritten Satz schloss sie mit virtuoser Spielfreude."
(Wochenrückschau Allentown, Pennsylvania, USA, 08.05.2004, über ihre Aufführung des Violinkonzerts von Mendelssohn e-moll mit dem Lehigh Valley Chamber Orchestra als Gewinnerin des 15. Juilliard Orchester Wettbewerbs, Leitung: Donald Spieth)
"Ob bittersüße Melancholie, fröhlich bewegtes Singen oder kraftvoll energische Aufwallung, die 26-Jährige weiß jede Gefühlsregung fein differenziert zum Klingen zu bringen - ... es ist unmöglich, sich der Faszination dieses Spiels zu entziehen."
(Die Rheinpfalz, Gereon Hoffmann, 28.04.2004)
"Shakespeare der Instrumente" (Überschrift)
"Es gibt keine Vollkommenheit auf Erden. Aber für zwei Sternstunden der Kammermusik vergaß man das: Den Dvorák-Zyklus im Saal des Beethoven-Hauses krönten Tanja Becker-Bender und Oliver Kern mit einem in allen Belangen meisterhaft gestalteten Abschlusskonzert. Schon im Scherzo für Klavier und Violine von Johannes Brahms demonstrierte Oliver Kern seine hohe Kunst der Abschattierungen: ein stets nuanciertes Auf- oder Ab - jedem Ton wurde gleichsam poetisches Leben eingehaucht. So getragen und gestützt, gelang dann Violinistin Tanja Becker-Bender in Antonín Dvoráks Sonate F-Dur op.57 das Meisterstück der Interpretation: Jede Melodie, jede Phrase schien ganz aus ihrem Inneren geschöpft ... Für diese Momente hielt er [der Rezensent] die Geige (so eingehüllt in die Klänge des Klaviers) für den Shakespeare der Instrumente, der höchsten Komödien und Tragödien fähig, mal raubeinig wie ein Matrose im frühen Hollywoodfilm, mal ätherisch zart wie eine schwindsüchtige, englische Adelige - und immer höchst poetisch."
(Bonner Rundschau, Niels Rühle, 25.3.2004, zum Duo-Abend "Dvorák und Freunde" im Beethoven-Haus Bonn)
"Reicher Ton auf edlem Guarneri-Instrument" (Überschrift)
" ... Die beiden profilierten Künstler Tanja Becker-Bender (Violine) und Oliver Kern (Klavier) boten ein Zusammenspiel wie aus einem Guss, zeigten denselben hoch engagierten Spielelan, dieselbe Klangintensität, aber auch das gleiche feinfühlige Differenzierungs-vermögen. Ein schöner, reicher Geigenton auf edlem Guarneri- Instrument und ein vielfach abschattierter Klavierklang waren da zusammengekommen, um miteinander zu musizieren."
(General-Anzeiger Bonn, Barbara Kaempfert-Weitbrecht, 23.03.2004, zum Duo-Abend "Dvorák und Freunde" im Beethoven-Haus Bonn)
"Es entstand ein reich-schattiertes, überwiegend introvertiert-lyrisch getöntes Bild ... ungebrochene Musizierlaune, subtile Töne, ein hohes Maß an Gleichgestimmtheit."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Gerhard Schroth, 23.3.2004, zum Duo-Abend Dvorák-Brahms-Suk mit Oliver Kern beim Musikkreis Leyda Ungerer, Frankfurt, 17.3.2004)
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